Kyphosen-Orthesen

Was ist eine Kyphose?

Bei einer Kyphose handelt es sich um eine verstärkte Rundrückenbildung (Hyperkyphose), meist im Bereich der Brustwirbelsäule, und in der Regel eine verstärkte Lumballordose in der Lendenwirbelsäule.
 

Kyphose und ihre Ursachen

Mögliche Ursachen einer Kyphose sind

  • Haltungsschwäche
  • Morbus Scheuermann
  • Osteoporose
  • traumatisch, z.B. Knochenbrüche nach Unfällen
  • angeboren, z.B. Fehl- oder Missbildungen einzelner Wirbelkörper

Eine Kyphose kann sowohl durch Veränderungen am Wirbelkörper als auch durch Schädigung im Bereich der Bänder, Muskeln und des hinteren Halteapparats der Wirbelsäule verstärkt werden.
 

Behandlung einer Kyphose

Abhängig von der Ursache einer Kyphose sind die Therapien sehr unterschiedlich. Die Art der Behandlung sollte immer ein spezialisierter Facharzt nach einer gründlichen Untersuchung festlegen.

Die häufigste Ursache einer Kyphose bei Heranwachsenden ist eine Haltungsschwäche oder ein Morbus Scheuermann (im Jugendalter auftretende Wachstumsstörung an Grund- und Deckplatten der Brustwirbelsäule und/oder der Lendenwirbelsäule). Bei diesen Diagnosen ist in leichteren Fällen meistens eine gute krankengymnastische Behandlung mit Haltungsschulung und gezieltem Muskelaufbau ausreichend. 

Bei stärkeren Kyphosen kann der Arzt zusätzlich eine Orthesenbehandlung verordnen. Die Art und Länge der Orthese hängt von der Lage der Kyphose ab. Da in den meisten Fällen die Brustwirbelsäule betroffen ist, fertigen wir die Kyphosen-Orthesen in der Regel mit einer Reklinationsabstützung im vorderen Schulterbereich. Der hintere obere Rand reicht bis unter den Scheitelpunkt der Kyphose. So erreicht man eine bestmögliche Reklination (Aufrichtung).
 

Versorgungsablauf bei Kyphose

Der Versorgungsablauf für eine Kyphosen-Orthese entspricht weitgehend dem für eine Skoliosen-Orthese. Lesen Sie dazu auch unsere Tipps für den Alltag mit einer Orthese.